TV-L 2019 im Februar: Arbeitgeber zeigen die kalte Schulter. Wir heizen ein.

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

ein spannender und aktionsreicher Februar liegt hinter der ver.di-Betriebsgruppe!

Am heutigen Freitag sitzen Gewerkschaften und Arbeitgeber zum dritten und – vorerst – letzten Mal zusammen am Tisch. Bisher haben letztere ja nicht mal einen Gegenvorschlag vorgelegt: Unsere Forderungen – u.a. 6% oder mindestens 200 Euro mehr Gehalt – seien überzogen, trotz ausgezeichneter Kassenlage bei den Ländern und großer Lücke zur Privatwirtschaft und zum Öffentlichen Dienst in Bund und Kommunen. Längst überfällige strukturelle Verbesserungen an der Entgeltordnung/ bei der Eingruppierung sollen wir Beschäftigten bitte selbst finanzieren. Das ist eine Frechheit und im Grunde eine Kampfansage.

Wir sagen: So geht es nicht! Das lassen wir nicht einfach mit uns machen.

Und so war der Februar durchzogen von zahlreichen Aktivitäten an und außerhalb der TU, von denen unten ein kurzer Bericht folgt (ggf. auf „weiterlesen“ klicken).

Falls ihr bisher noch nicht dabei wart, gilt wie immer: Macht mit und zeigt, dass wir für gute Arbeit auch gut behandelt und angemessen bezahlt werden wollen!

01.02.19: aktive Mittagspause

 

Nach der ersten Verhandlungsrunde am 21.01. haben wir an der TU die erste aktive Mittagspause im Zusammenhang mit den Verhandlungen durchgeführt und vor dem Hauptgebäude Flyer verteilt und mit Kolleginnen und Kollegen gesprochen. Trotz der Kälte ein guter Auftakt!

11.,12. und 13.02.19: Warnstreik Nr. 1

 

Am 07.02. ging leider auch die zweite Verhandlungsrunde ohne auch nur den Ansatz eines Entgegenkommens der Arbeitgeber zuende, weshalb die Gewerkschaften zu ersten Warnstreiks aufriefen. Die halben Streiktage am 11. und 12.02. nutzten wir, um an der TU die Kolleginnen und Kollegen an ihren Arbeitsplätzen aufzusuchen, die Lage vor Ort zu erfahren und für den großen Warnstreiktag am 13.02. zu mobilisieren. Außerdem haben wir überall auf dem Uni-Campus verstreut Banner besprüht, die auf die Forderungen und den Warnstreik hinwiesen (siehe Beitrag weiter unten). Und so waren unter den 12.000 Teilnehmer*innen an der zentralen Demo+Kundgebung am 13.02. am Alex/Brandenburger Tor auch zahlreiche Kolleginnen und Kollegen der TU auf der Straße, um sich für bessere Arbeitsbedinungen stark zu machen.

25.02.19: aktive Mittagspause

 

Da man durch Berichte aus der Presse schon vermuten konnte, dass auch die dritte und letzte Verhandlungsrunde am 28.02.+01.03. äußerst schwierig werden würde, legten wir als Betriebsgruppe eine weitere aktive Mittagspause am 25.02. ein. Mit Bodenzeitung, Flyern, Kaffee+Kuchen und Musik ausgestattet kamen wir vor dem Hauptgebäude der TU ins Gespräch mit Kolleginnen und Kollegen und haben haben für den Warnstreik zwei Tage später geworben.

27.02.19: Warnstreik Nr. 2

 

Mittwoch zeigten dann auch viele Beschäftigte der TU und anderen Hoschulen zusammen mit Kolleg*innen u.a. aus Schulen, Kitas, Bezirks- und Jugendämtern, der Feuerwehr und der Polizei, dass sie unzufrieden sind und neben mehr Wertschätzung und Anerkennung eben auch eine angemessene Entlohnung und strukturelle Verbesserungen erwarten. Mit dabei waren auch Studierende bzw. studentische Mitarbeiter*innen und Auszubildende, die ihren Unmut auf die Straße trugen. Rund 15.000 Menschen hatten sich dazu allein in Berlin zusammen gefunden. Da geht noch mehr, aber uns hat es viel Freude gemacht,

Ein Mitglied aus unserem Betriebsgruppenvorstand hat es sogar in ver.di-TV geschafft, um auch den Hochschulen eine Stimme zu geben: Interview Carsten

Wie weiter?

 

Nach der dritten offiziellen Verhandlungsrunde, die am 01.03. endet, werden wir mehr wissen. Falls die Arbeitgeber unvernünftig bleiben, werden wir über das weitere Vorgehen beraten. Eins ist klar: Wenn es sein muss, sind wir streikbereit!

Wir freuen uns über weitere Mitstreiter*innen!

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